Die Hagebutte: Farbenfroher Schmuck im herbstlichen Garten

Hagebutten sind die Früchte wildwachsender Rosen. Dank ihrer leuchtend roten Farbe sind die Beeren ein willkommener Schmuck im herbstlichen Garten. Außerdem lassen sie sich sehr vielseitig verarbeiten, beispielswiese zu Konfitüre und Mus. Sie eignen sich aber auch für Tee, Suppen und zum Würzen von Wildgerichten. Wildrosen bieten vielen Tierarten Schutz. Die Hagebutten sind eine leichte und sehr vitaminreiche Nahrung für heimische Vögel. Viele Kinder kennen sie aus dem alten Volkslied „Ein Männlein steht im Walde“.


Die Hagebutte (auch Häge, Hiefe, Rosenapfel oder Mehlbeere) ist eine Sammelfrucht, die viele kleine Nüsse in sich birgt. Sie ist generell nicht giftig. Besonders bekannt ist die Frucht der Hunds- oder Heckenrose (Rosa canina). Angebaut wird sie in Europa und Asien, sehr verbreitet ist sie auch in Südamerika und Nordafrika. Hagebutten bleiben nicht selten die ganze Winterzeit über am Strauch und können sogar noch im folgenden Frühling genossen werden. Je später sie gepflückt werden, desto süßer sind sie im Geschmack. Werden die Nüsschen im Inneren entfernt, lassen sich die Früchte auch roh essen. Von Natur aus sind sie aber ziemlich sauer.

Beste Erntezeit für die Hagebutte ist Ende September. Als Heilpflanze mit sehr hohem Vitamingehalt werden ihr Wirkungen gegen Appetitlosigkeit sowie Beschwerden der Harnwege nachgesagt. Die rote Frucht soll auch gut für die Blutbildung sein. Ein aus Hagebuttenschalen aufgegossener Tee hilft bei Fieber und Infektionen. Bei der Zubereitung müssen unbedingt die kleinen Nüsse in der Frucht herausgenommen werden, weil deren feine Härchen Haut und Schleimhäute reizen können. Mancher kennt diesen Inhalt aus seiner Kindheit noch als „Juckpulver“.

Hagebutten wachsen grundsätzlich an allen Rosensträuchern, wenn die verwelkten Blüten stehen gelassen und nicht abgeschnitten werden. Wer den farbenfrohen herbstlichen Schmuck im Garten haben will, verzichtet generell auf den Rückschnitt und entfernt verblühte Pflanzenteile nur an einigen wenigen Stellen. Die Rosenfrüchte zeigen sich nicht nur in der Farbe rot, sondern ebenso in gelb, orange sowie grünlich oder braun bis schwarz. Nur die meisten Gartenrosen im Beet bilden in aller Regel keine Hagebutten aus, weil Bienen und Hummeln nur schwer an die unter der Blütenpracht versteckten Staubgefäße heranreichen.

Die Hagebuttensträucher werden zwei bis drei Meter hoch und mögen zur Ausbildung der Früchte viel Sonne. Sie wachsen bevorzugt dort, wo schon Hecken Fuß gefaßt haben, sowie an schwer zugänglichen Böschungen. Ihre Blütenblätter sind blassrosa bis weiß. Die beste Erntezeit für die Früchte ist dann gekommen, wenn sie ihre Färbung voll ausgebildet haben und prall gefüllt sowie noch schön fest sind.